Die Kapverdischen Inseln (unter Insidern auch Cabo Verde genannt)
Cabo Verde ist noch immer ein Geheimtipp, da der Tourismus noch in den Anfängen steckt. Ein Inselreich mit goldgelben Wüstensand und schwarzem Lavagestein in dem an 365 Tagen Sommer ist. Die Zielflughäfen heissen Sal, Boavista & Santiago. Zur Zeit bedienen 3 Fluggesellschaften Cabo Verde: TAP Portugal, Cabo Verde Airlines & TUIfly. Die TAP Portugal ist die einzige Fluglinie, die das Archipel täglich anfliegt, die anderen nur an ausgewählten Tagen. Dieses sollte bei der Urlaubsplanung berücksichtigt werden.
DIE beste Reisezeit für dieses Zielgebiet gibt es nicht, da die durchschnittlichen Tagestemperaturen um 25°C liegen, sogar die Wassertemperatur fällt nicht unter 22°C. Dieses Klima verdankt Cabo Verde seiner natürlichen geografischen Lage: Das Inselreich liegt 450 km westlich von Afrika. Die Inseln erreicht man in etwa sechs Flugstunden von Deutschland aus; eine echte Alternative zu den kanarischen Inseln.
Cabo Verde ist ein tropischer Zufluchtsort für Ruhesuchende und gleichzeitig ein unglaubliches Revier für Wassersportler, insbesondere für SURFER & TAUCHER. Die Inseln verfügen über sehr abwechslungs- und fischreiche Unterwasserwelt. Der berühmte Jaques Cousteau war von diesem Gebiet sehr angetan. Die beiden Inseln Sal & Santiago sind momentan die Top-Reviere Cabo Verdes. Desweiteren ist es auch für WANDERFREUNDE ein begeisterndes Erlebnis, sich durch die verschiedenen Landschaftsformen zu bewegen. Für die meisten Wanderungen sind örtliche Führer notwendig, da die Wege nicht beschildert sind. Als Wanderparadies gilt Santa Antao - Bergwanderung mit tollen Panoramen. Auf Fogo kann man den gigantischen Vulkan (2.829 Meter) besteigen. Der Pico do Fogo hatte 1995 seinen bislang letzen Ausbruch.
Cabo Verde teilt sich in 2 Teile: Die dem Passatwind zugewandte Seite (Barlavento) im Norden mit den Inseln Santo Antao, Sao Vicente, Sao Nicolau, Sal, Boa Vista und das unbewohnte Santa Luiza. Die dem Wind abgewandte Seite (Sotavento) mit den Inseln Santiago, Fogo, Maio und Brava.
Für Geschichtsinteressierte: Cabo Verde erlangte 1975 die Unabhängigkeit von der einstigen Kolonialmacht Portugal. Der überwiegende Teil der 450.000 Inselbewohner lebt in armen Verhältnissen. Amtssprache ist Portugiesisch, Umgangssprache ist Creolo, das sich während der Kolonialzeit aus dem Portugiesischen entwickelte und als eigene Sprache der Sklaven galt.
Für die Einreise werden ein Reisepass (mind. 6 Monate gültig) und ein Touristenvisum (21 Tage gültig)benötigt. Dieses sollte immer über das Reisebuero beantragt werden (Kostenpunkt ca. 35, — Euro), um sich die aufwändige Beschaffung über die kapverdische Botschaft in Berlin zu ersparen und Wartezeiten bei der Einreise zu umgehen.
Landeswährung ist der Kapverdische Escudo (ECV). Geldumtausch ist nur auf den Kapverden möglich, Devisen können unbeschränkt eingeführt werden. Die Ausfuhr der Landeswährung ist verboten.
Besondere Schutzimpfungen sind nicht erforderlich. Lediglich auf Santiago besteht in den Monaten September bis Dezember ein sehr geringes Malariarisiko. Eine medikamentöse Vorbeugung wird wegen des geringen Risikos jedoch nicht empfohlen.
Die INSELN
Die Insel Sal (Salz) verdankt ihren Namen dem Salzabbau. Heute leben die ca. 18.000 Einwohner vom aufstrebenden Tourismus. Die Insel ist ein Eldorado für Windsurfer. Da sie sehr flach ist, haben Wolken kaum eine Chance und es regnet so gut wie nie - also: Sonne, Sonne und kilometerlange Strände aus feinstem goldgelben Sand. In Vila de Espargos im Landesinneren findet man alles was das Herz begehrt: Hotels, Bars, Restaurants und Geschäfte aller Art. Praktisch und wichtig: Hier befinden sich auch das Krankenhaus, die Hauptpost und Banken.
Die Insel Boa Vista (Schöne Aussicht) macht ihrem Namen alle Ehre. Während auf der Nachbarinsel Sal der Tourismus schon angekommen ist, geht es hier noch ursprünglicher zu. Sand- und Gerölllwüste prägen neben einigen Gebirgszügen die Landschaft - und: viel Strand (ca. 55 km), viel Sonne, Meer und ausgezeichnete Wassersportmöglichkeiten. Die Hauptstadt der Insel Sal Rei wirkt sehr gemütllich, ja fast verschlafen. Genau der richtige Ort, die Seele baumeln zu lassen und sich von der Hektik des Alltags zu befreien.
Die Insel Santiago ist die größte, fruchtbarste und landschaftlich - feinsandige Strände, mächtige Gebirge und Steppengebiete - abwechslungsreichste der kapverdischen Inseln. Kulturell ist die Insel stark von Afrika geprägt, war sie doch viele Jahre Zentrum des Sklavenhandels.
Die Insel Sao Vicente
